WAS IST ...

CEA-COLLIE EYE ANOMOLY :

Bewirkt eine Veränderung bis hin zur vollständigen Ablösung der Netzhaut . Je nach Schweregrad kann dies zur Erblindung des Hundes führen. Leichte Fälle haben zwar keine Einschränkung auf den jeweiligen Hund, Nachwuchs jedoch kann durchaus schwer erkranken. Die leichten Fälle (sogenannte Go-normals) können nur bei Welpen festgestellt werden. Eine Untersuchung der Welpen ist daher unabdingbar! Bei ausgewachsenen Hunden gibt ein Gentest der Aufschluss über das Vorhandensein des Defekts.

CEA DNA-Gentest:
Ein Hund erbt jeweils von seinen Vater als auch von seiner Mutter ein
CEA Gen, beide CEA Gene werden bei einen Gentest untersucht.

Die Untersuchungsergebnisse werden in drei verschieden Gruppen eingeteilt:
1. CEA frei/ Normal,
gesunde Hunde (genetisch frei) kein CEA Gen vorhanden.
2.CEA Träger (Carrier) - Träger eines CEA Gens
(Kein Zuchtausschluss, aber Einschränkungen)
Wird ein Hund mit CEA Träger nun mit einem gesunden, CEA freien Hund verpaart, können Nachkommen CEA Träger sein, aber nicht selbst nicht erkranken.
3. CEA Affected – Träger von zwei CEA Gene
befallene oder kranke Hunde (Zuchtausschluss)
Kommt es zu einer Verpaarung von zwei Hunden, die CEA Träger sind,
hat man wieder an CEA erkrankte Nachkommen

Tabellarische Darstellung: (Erwartete Resultate des Züchtens (laut OptiGen))

 Verpaarung
ein Elternteil:
CEA Normal
ein Elternteil:
CEA Träger (Carrier)
ein Elternteil:
CEA Affect
ein Elternteil:
CEA Normal
Alle = Normal 1/2 = Normal
1/2 = Träger
All = Träger
ein Elternteil:
CEA Träger (Carrier)
1/2 = Normal
1/2 = Träger
1/4 = Normal
1/2 = Träger
1/4 =
Affected
1/2 = Träger
1/2 = Affected
ein Elternteil:
CEA Affected
Alle = Träger 1/2 = Träger
1/2 =
Affected
All = Affected

 

CL- CERIOD LIPOFUSCINOSIS :

Ceroid Lipofuscinosis wird durch das Fehlen von einem Enzym verursacht, durch das sich ein Stoffwechselabfallprodukt (Ceroid Lipofuscin) in den Körperzellen ansammelt. Das Ceroid Lipofuscin wird überwiegend im nervösen System, besonders in den Neuronen abgelagert. Gehirnzellen sind in ihrer Natur ziemlich kompakt und haben sehr wenig Raum für die Lagerung von Abfallprodukten. Durch die Ablagerung in einem spezifischen Bereich des Gehirns, kann es zu Kompressionen und etwaigen Zerstörungen von gesunden Gehirnzellen kommen.
Hunde entwickeln die Ceroid Lipofuscinosis nicht, sie werden mit dieser Anlage geboren. Bei der Geburt jedoch sind sie asymptomatisch, d.h. die Welpen entwickeln sich ganz normal, wie ihre gesunden Geschwister. Die Krankheit verläuft chronisch progressiv. Dies bedeutet, dass bei einem Hund, der das mutierte Gen sowohl vom Vater als auch von der Mutter bekommen hat, die Krankheit immer ausbricht und der Zustand des Hundes nach Ausbruch fortlaufend schlechter wird. Die Vererbung verläuft rezessiv, das heißt beide Eltern müssen Träger sein, damit ein Hund erkrankt.

Der Hund beginnt erste Symptome zu zeigen, wie Unsicheres Verhalten in vertrauter Umgebung und gegenüber vertrauten Objekten, mangelnde Konzentration, Unnormale Bewegungen, Unsicherheit auf den Beinen, Koordinationsprobleme, Besessenheit, Hyperaktivität, Wutanfälle. Desorientierung, Verlust der Stubenreinheit. Kein befallenes Tier wurde bisher älter als 3,5 Jahre.


Die Krankheit kommt äußerst selten beim Border Collie vor, daher wäre es leicht, sie gänzlich innerhalb weniger Generationen aus der Rasse zu verbannen - wenn alle Züchter an einem Strang ziehen würden und die Hunde genetisch testen lassen.

Ein Gentest hilft , diese Erkrankung zu erkennen.

TNS - TRAPPED NEUTROPHIL SYNDROME

Das Knochenmark produziert zwar Neutrophile (weiße Blutkörperchen), ist aber nicht in der Lage diese an den Blutkreislauf abzugeben. Befallene Welpen haben ein geschwächtes Immunsystem und sterben letztendlich an einer Infektion, die sie nicht bekämpfen können. Da es eine Autoimmun-Mangel-Erkankung ist, zeigen Welpen eine Vielzahl von Symptomen, abhängig von der Infektion, der sie zum Opfer gefallen sind. Daher werden viele Fälle nicht richtig diagnostiziert und man geht davon aus es handelt sich um "fading puppy syndrome". Meistens erkranken Welpen bereits beim Züchter. Der älteste bekannte Überlebende war zwei Jahre und 8 Monate, meisten werden Welpen eingeschläfert oder sterben im Alter von ca. 4 Monaten.

Ein Gentest hilft , diese Erkrankung zu erkennen.

MDR 1

Ein Defekt in der Blut-Hirn-Schranke: befallene Hunde zeigen eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten, hauptsächlich dem Wirkstoff "Ivermectin". Ein Vermeiden dieser Wirkstoffe verhindert eine Erkrankung. Durch einen Gentest kann man diesen Defekt erkennen. Dieser Gentest ist auch für Halter ohne Zuchtambitionen empfehlenswert.

GLAUKOM     (auch grüner Star genannt)

ist eine Störung von Augeninnendruck und Durchblutung der Sehnerven. Kann eine Einschränkung des Sehbereiches bis zur totalen Erblindung führen.

Es gibt verschiedene Formen:
# primäres Glaukom mit offenem Kammerwinkel = meist im Alter
# primäres Glaukom mit verschlossenem Kammerwinkel = akute Form mit anfallartiger Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall)
# sekundäres Glaukom= Augeninnendruckerhöhung infolge einer anderen Augenerkrankung
# angeborenes Glaukom = Hydrophtalmus


häufigste Ursache = vererbte ( hereditäre ) Katarakt

Der Vererbungsgang der Katarakt, die auch „HC“ wie „hereditäre Cataract“ genannt wird, ist beim Hund in den meisten Fällen rezessiv. Die vererbte Form tritt meist beidseitig auf und schreitet fort. In den überwiegenden Fällen kommt es im jugendlichen Alter (unter 6 Jahren) zur Ausprägung der Linsentrübung. Die Form des erblich bedingten grauen Stars tritt bei vielen Hundrassen auf, wobei es durchaus rassespezifische Unterschiede in der Ausprägung des grauen Stars gibt ( z.B. Cocker, Retriever, Schnauzer, West Highland White Terrier, Pudel, Border Collie). Natürlich können auch Mischlingshunde an dem erblichen grauen Star erkranken, wenn sie aus einer Anpaarung von zwei Rassehunden mit grauem Star stammen.

Wenn bei Züchtern der Vermerk Glaukom frei oder Glaukom Eltern frei steht, so bedeutet dies, dass bei den Hunden zum Zeitpunkt der  Untersuchungen keine Erkrankung feststellbar war und bisher keine Symptome zeigen.

Soweit mir bekannt ist, gibt es noch kein Gentest, der eine genetische Vererbung ausschließen kann.

MERLE GEN / MERLE FAKTOR

Merle - gefärbte Tiere können einfarbig braune, einfarbig blaue oder gemischtfarbige Augen (ein blaues und ein braunes Auge oder beide Farben in einem Auge) haben. Ein Hund muss selbst die Merle -Färbung nicht aufweisen, aber doch die genetische Anlage für Merle („kryptisches“ Merle) tragen und kann dann auch Merle Nachkommen produzieren.

"Merle-Tiere" müssen aber nicht aus der Zucht ausgeschlossen werden. Verpaart man diese mit einem "nicht - Merle" Tier , können die Nachkommen nur aus "Nicht -Merle" und "Merle-Tiere"   bestehen. 

Ein Gentest gibt eine eindeutige Auskunft über das Vorliegen des Merlefaktors.  Im Laborbericht sind für einen getesteten Hund sechs verschiedene Ergebnisse bzw. Gruppierungen wie folgt möglich:

1.mm
Das Tier ist reinerbig für das Wildtypallel. Die Anlage für die Fellfarbe Merle liegt nicht vor. Das Tier hat selbst die Fellfarbe: Non-Merle.

2.Mm
Das Tier ist mischerbiger Träger des für die Merle-Färbung verantwortlichen, defekten SILV-Gens und des Normalgens. Die Anlage für die Fellfarbe Merle wird mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen vererbt.
Das Tier hat selbst die Fellfarbe: Merle.

3.MM
Das Tier ist reinerbiger Träger des für die Merle-Färbung verantwortlichen, defekten
SILV-Gens. Die Anlage für die Fellfarbe Merle wird mit einer 100%igen Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen vererbt.
Das Tier hat selbst die Fellfarbe: Double-Merle

4.M(c)m
Das Tier ist mischerbiger Träger für das „kryptische“ Merle-Gen und das Normalgen. Das kryptische Merle-Gen wird mit 50%iger Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen vererbt.
Das Tier hat selbst die Fellfarbe: Non-Merle (heterozygot „kryptisches“ Merle)

5.M(c)M(c)
Das Tier ist reinerbig für das „kryptische“ Merle-Gen. Das kryptische Merle-Gen wird mit 100%iger Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen vererbt.

Das Tier hat selbst die Fellfarbe: Non-Merle (homozygot „kryptisches“ Merle)

6.M(c)M
Das Tier ist mischerbig für das „kryptische“ Merle-Gen und das für die Merle-Färbung verantwortliche Merle-Defektgen. Das Merle-Defektgen (und das kryptische Merle-Gen) wird mit 50%iger Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen vererbt.Das Tier hat selbst die Fellfarbe: Merle (heterozygot „kryptisches“ Merle)

 

 
 Verpaarung
ein Elternteil:
mm = Non-Merle
ein Elternteil:
 Mm (Merle)
ein Elternteil:
MM (Double-Merle)
ein Elternteil:
mm = Non-Merle
Alle = mm  (Non-Merle) 1/2 = mm (Non-Merle)
1/2 = Mm (Merle)
Alle = Mm (Merle)
ein Elternteil:
 Mm (Merle)
1/2 = mm (Non-Merle)
1/2 =  Mm (Merle)
1/4= mm(Non-Merle)
1/2 = Mm (Merle)
1/4 = MM (Double-Merle)
1/2 = Mm (Merle)
1/2 = MM (Double-Merle)
ein Elternteil:
MM (Double-Merle)
Alle = Mm (Merle) 1/2 = Mm = Merle
1/2 = MM (Double-Merle)
All = MM (Double-Merle)

Für die Zucht ist entscheidend, dass "Merle-Tiere" , die Merle -Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weitergeben ( "Double-Merle"  100%). Bei der Verpaarung von zwei "Merle"-Tieren besteht also die Gefahr, dass ein Teil der Nachkommen reinerbige, "Double-Merle" Tiere sind, "Double-Merle" können übermäßig weiß gefärbt  sein und  manche können schwere Fehlbildungen des Innenohres aufweisen, die zur Schwerhörigkeit oder Taubheit führen.

Quelle:Biofocus Gesellschaft für biologische Analytik mbH

EXESSIVE WHITE
Das"excessive white",frei übersetzt „übermäßiges Weiß“, ist zu erahnen
bei Tieren mit besonders ausgeprägter Weißzeichnung (breite weiße
Brust und breiter Kragen, hochweiße Beine und auch weiter nach oben gezogenes Weiß an den Innenseiten der Hinterläufe und im Bereich Kopf). Jedoch ist es nicht in jeden Fall ein Beweis für das Vorhandensein des genetischen Bausteins, da auch ein Merle Gen dafür verantwortlich sein kann. Ein weißes Ohr oder halbes weißes Gesicht bei einem "excessive white" Hund ist eine Fehlfarbe laut FCI Standart, aber ein sicheres Indiz für Taubheit oder Blindheit ist damit aber noch nicht gegeben.

Man war lange Zeit der Meinung, dass es sich mit „Excessive white“ ähnlich
verhalten würde wie mit dem red factor - um in der Nachzucht sichtbar
zu werden, müssen beide Eltern den genetischen Bausteins tragen. Hat ihn nur ein Elternteil,wird ein Teil der Nachkommen wiederum (verdeckter) Träger dieses Farbmarkers sein.
Inzwischen gibt es in verschiedenen Rassen, von denen ein Elternteil nur wenig weiß gezeichnete Welpen hervorgebracht hat, aber in anderen Anpaarungen Welpen mit extrem viel Weißanteil hervorgebracht hat, die dies Annahme in Frage stellt.
Vor einigen Jahren ist ein Wurf gefallen. Dieser Wurf brachte
neun Welpen hervor, von denen sieben mit extrem viel Kopf- und Körperweiß geboren wurden.
Diese Welpen, obwohl sie zum Teil halb- bis ganz weiße Köpfe, große weiße Flecken am Körper etc. haben, wurden im Alter von rund drei Monaten untersucht und sind kerngesund. Keiner dieser Welpen hat auch nur ansatzweise Gehör- oder Augenprobleme.
Werden zwei Hunde mit besonders viel Weiß-Faktor miteinander verpaart, können "Schecken"( auch irish spotting genannt) entstehen. "Schecken" tragen auch am Rücken und in der Lendengegend weiße Abzeichen. Dieses gilt als Farbfehler, sind aber kerngesunde Tiere, die immer mehr Anhänger finden, da die Hunde sehr ansprechend aussehen.

Folgende Gruppierungen des Genes sind heute bekannt:

S
einfärbig ohne weiße Abzeichen oder auch mit ganz minimalen weißen Flecken an den Zehen oder der Brust

si
irische Scheckung, weiße Flecken an einer oder mehreren Stellen

sp
hier ist ein unterschiedliches Ausmaß von Weißzeichnung möglich, reicht von Weißzeichnung wie bei si, über einige große weiße Flecken ("pattern white"), bis zu einem 85%-igen Weißanteil. Die Weißzeichnung ist eher unregelmäßig. Hunde mit diesem Gen werden als "white-factored" bezeichnet.

sw
extreme Weißfärbung mit nur ganz wenigen kleinen farbigen Flecken

Der Weiß-Faktor hat nach heutigen Erkenntnissen keinerlei Auswirkungen auf die Gesundheit der Hunde.

Eine interessante Seite über übermäßig weiße Border Collies:

BC Museum: PATTERNED WHITE
AND COLOR-HEADED WHITE
BORDER COLLIES


 

GLAUKOM     (auch grüner Star genannt)

ist eine Störung von Augeninnendruck und Durchblutung der Sehnerven. Kann eine Einschränkung des Sehbereiches bis zur totalen Erblindung führen.

Es gibt verschiedene Formen:
# primäres Glaukom mit offenem Kammerwinkel = meist im Alter
# primäres Glaukom mit verschlossenem Kammerwinkel = akute Form mit anfallartiger Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall)
# sekundäres Glaukom= Augeninnendruckerhöhung infolge einer anderen Augenerkrankung
# angeborenes Glaukom = Hydrophtalmus


häufigste Ursache = vererbte ( hereditäre ) Katarakt

Der Vererbungsgang der Katarakt, die auch „HC“ wie „hereditäre Cataract“ genannt wird, ist beim Hund in den meisten Fällen rezessiv. Die vererbte Form tritt meist beidseitig auf und schreitet fort. In den überwiegenden Fällen kommt es im jugendlichen Alter (unter 6 Jahren) zur Ausprägung der Linsentrübung. Die Form des erblich bedingten grauen Stars tritt bei vielen Hundrassen auf, wobei es durchaus rassespezifische Unterschiede in der Ausprägung des grauen Stars gibt ( z.B. Cocker, Retriever, Schnauzer, West Highland White Terrier, Pudel, Border Collie). Natürlich können auch Mischlingshunde an dem erblichen grauen Star erkranken, wenn sie aus einer Anpaarung von zwei Rassehunden mit grauem Star stammen.

Wenn bei Züchtern der Vermerk Glaukom frei oder Glaukom Eltern frei steht, so bedeutet dies, dass bei den Hunden zum Zeitpunkt der Untersuchungen (Gonioskopie ) keine Erkrankung feststellbar war und bisher keine Symptome zeigen.
Soweit mir bekannt ist, gibt es noch kein Gentest, der eine genetische Vererbung ausschließen kann.


 

 

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